Plakat zur deutschen Ostmesse von 1926 © Ostpreußisches Landesmuseum

Museum erleben: Eine Brücke des Handels in schwieriger Zeit - die Deutsche Ostmesse in Königsberg

5.10.2021 – 14:30 Uhr

mit Dr. Christoph Hinkelmann

Eintritt zzgl. 1,50 €

Ostpreußens „Insellage“ nach dem Ersten Weltkrieg bedeutete eine erhebliche wirtschaftliche Schwächung der Provinz. Dies führte zu zahlreichen Initiativen zur Stärkung von Handwerk, Industrie und Handel. Bereits im September 1920 eröffnete Reichspräsident Ebert die erste Ostmesse mit etwa 50.000 qm Ausstellungsfläche im Königsberger Tiergarten. Sie sollte zeigen, dass Königsberg und sein Hinterland auch weiterhin eine wirtschaftliche Brücke zwischen Deutschland und den Staaten Osteuropas bleibe. Durch den Erfolg beflügelt errichtete der Architekt Popp bereits 1921 die ersten festen Messegebäude, 1925 wurde das „Haus der Technik“ fertig gestellt. Selbst im Krisenjahr 1923 stellten 2.500 Firmen ihre Produkte vor. Die Deutsche Ostmesse fand von 1921 bis 1927 zweimal im Jahr, jeweils im Februar und im August, ab 1928 nur noch einmal und stets in der zweiten August-Hälfte statt und erfreute sich stetig steigender Besucherzahlen. 1937 kamen 204.000 Personen aus dem In- und Ausland. Im Zweiten Weltkrieg nahm ihre Bedeutung rasch ab. Im Oktober 1941 fand die letzte Ostmesse statt.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14.30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen.

Der Vortrag findet unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen statt. Eine vorherige Anmeldung unter 04131 759 950 oder ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.