Der großelterliche Hof in Ogrodtken – Ölgemälde von Günter Donder © G. Donder

Masurische Wortschätze - Familiengeschichten aus einer fast vergessenen Welt

4.11.2020 – 18.30 Uhr

Vortrag von Prof. Siegmund Fröhlich

Eintritt: 4,00 €

Die masurische Sprache - mazurska gwara - hat sich im südöstlichen Teil Ostpreußens im Herrschaftsgebiet des Deutschen Ordens bereits seit dem Mittelalter unter den dortigen Siedlern eigenständig entwickelt. Ähnlich wie das Plattdeutsche war sie keine Schriftsprache, die in Schulen gelehrt wurde. Vielmehr wurde sie sowohl von der preußischen als auch später von der polnischen Verwaltung in Masowien verpönt und abgelehnt.
Prof. Fröhlich sieht diese nur mündlich überlieferte Sprache als eine Brücke zwischen den zwei Hauptethnien dieser Region, die nach den enormen Umwälzungen des Zweiten Weltkrieges leider nahezu ins Vergessen geriet. Er ist der Sohn zweier Masuren und kam mit dieser Sprache stetig in den Sommerferien bei seinen Großeltern in Ogrodtken / Ogródek im Kreis Lyck / Ełk in Berührung. Im Alter von siebzehn Jahren reiste er mit seiner Familie nach Niedersachsen aus. Jetzt im Ruhestand beschäftigt er sich intensiv mit der Geschichte Masurens und der masurischen Sprache.

In seinem Buch „Masurische Wortschätze“ hat er ca. 800 Begriffe aus der masurischen Sprache vereinigt. Sie sind in spannende Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend im weitgehend hochdeutschen Text eingeflochten. Er hat die Wörter allerdings in deutscher Schreibweise phonetisiert, so dass die Leser eingeladen sind, sie nachzusprechen, um dem Klang dieser Sprache ein wenig nachspüren zu können.


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