Abschiedsparade der Trakehnerpferde beim Durchzug am 17.10.1944 durch Gumbinnen (Karl Engel, 1968) © Ostpreußisches Landesmuseum

ABGESAGT: Das Ende der Trakehner Pferde. Eine dramatische Flucht aus Ostpreußen 1944/45 und ein schwerer Neuanfang

7.4.2020 – 14.30 bis 16.30 Uhr

Vortrag im Rahmen der Reihe Museum Erleben mit Dr. Christoph Hinkelmann, Kurator für die naturkundlichen Bereiche am Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung

3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)

Das preußische Hauptgestüt war vor 1945 die bedeutendste Pferdezuchteinrichtung in Deutschland. Ostpreußische Warmblutpferde Trakehner Abstammung, die älteste rein gezüchtete Pferderasse der Welt, waren in der Landwirtschaft, beim Militär und im Pferdesport sehr gefragt. Mit dem nahenden Kriegsende wurden alle etwa 1.000 Pferde des Hauptgestüts nach Westen evakuiert, doch fiel ein Großteil von diesen später der sowjetischen Besatzungsmacht in die Hände.
Nur wenige von ihnen, weit unter 100 Tiere, befanden sich bei Kriegsende in den westlichen Besatzungszonen. In einem Kampf gegen die Zeit und die drohende Schlachtung versuchten Vertreter der früheren Ostpreußischen Stutbuchgesellschaft, diese Tiere zu erhalten. Sie und die Pferde Trakehner Abstammung der landwirtschaftlichen Betriebe, die die Fluchtwagen aus Ostpreußen gezogen hatten wurden erfasst und es gelang, die Reinzucht zu erhalten. Mit unendlicher Mühe gelang es ihnen, zahlreiche Pferde mit dem „Elchbrand“ ausfindig zu machen und fern vom „Heimatboden“ neue Zuchtlinien aufzubauen. Mit dem Wissen um diese schwere Zeit wirkt es wie ein Wunder, dass der Trakehner Verband und seine zahlreichen Züchter heute über einen insbesondere im Pferdesport bekannten und geachteten Bestand verfügen.

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