Vortrag von Prof. Dr. Michael R. Krätke
Eintritt: 5,00 €
Moderation: Cosima Schmitt
Kant und Marx – eine ungewöhnliche Paarung. Was verbindet den Aufklärer der Vernunft mit dem Kritiker des Kapitalismus? Auf den ersten Blick wenig: Philosophen schütteln bei dieser Kombination meist den Kopf. Doch bereits der jüngst verstorbene Soziologe Oskar Negt war anderer Ansicht.
Tatsächlich teilen beide Denker eine kritische Grundhaltung und die Überzeugung, dass jede Theorie in der Erfahrung verwurzelt sein muss. Schon Friedrich Engels, der langjährige Weggefährte von Marx, schrieb: „Wir deutschen Sozialisten sind stolz darauf, dass wir abstammen… auch von Kant." Der Vortrag des Politikwissenschaftlers und Ökonomen Michael Krätke zeigt, dass ein fruchtbarer Dialog zwischen beiden Denkern möglich ist – und warum das auch heute noch relevant ist.
Michael R. Krätke, geboren in Lüneburg, studierte Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaft in Berlin und Paris, lehrte Soziologie in Berlin und Bielefeld und Politikwissenschaft in Kassel, war Professor für Politische Ökonomie an der Universität von Amsterdam, an der Universität Lancaster (UK) und an der Tohoku Universität in Sendai, Japan. Von 2009 – 2011 war er Direktor des Institute of Advanced Studies in Lancaster. Gegenwärtig Emeritus und Professor für Politische Theorie an der Universität von Wuhan, VRChina. Hat neben zahlreichen Aufsätzen in Zeitschriften und Sammelbänden etliche Bücher zur Politischen Ökonomie veröffentlicht und war an mehreren internationalen Forschungs- und Editionsprojekten beteiligt (u.a. an der MEGA2). Arbeitet seit vielen Jahren auch als Wirtschaftsjournalist für deutsche, schweizerische und französische Zeitungen. Lebt in Amsterdam.
Eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder ist erforderlich.