Vortrag von Thomas Meyer, Ludwig Maximilian Universität München
Moderation Cosima Schmitt
Eintritt 5 € (Schüler, Studenten kostenlos)
Hannah Arendts Denken ist im 21. Jahrhundert besonders aktuell, weil sie zentrale Probleme moderner Gesellschaften untersucht hat, die heute erneut sichtbar werden: den Zerfall gemeinsamer Wirklichkeit, politische Radikalisierung, Einsamkeit, sowie die Frage, wie Menschen unter schwierigen Bedingungen politisch verantwortlich handeln können. Hannah Arendt geht der Frage nach, wie der Verlust stabiler Institutionen und wirkmächtige ideologische Weltbilder autoritäre Bewegungen begünstigen können. Freiheit entsteht für sie dort, wo Menschen gemeinsam sprechen, handeln und etwas Neues beginnen. Demokratie hängt nach Arendt nicht allein von Gesetzen und Institutionen ab, sondern auch davon, ob Menschen selbständig urteilen, Verantwortung übernehmen und miteinander eine gemeinsame politische Wirklichkeit aufrechterhalten.
Thomas Meyer ist Professor für Philosophie an der Ludwig Maximiian Universität München (LMU) und lebt als freier Autor in Berlin. Er gibt im Piper Verlag die Schriften Hannah Arendts in einer Studienausgabe heraus. 2025 erschien von ihm die Biographie „Hannah Arendt“.
Eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Lüneburger Forum für Politik und Kultur.
Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder