Filmvorführung in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“
Dokumentarfilm, IL/RU 2025, R: Ariel Litvin, Originalversion mit deutschen Untertiteln
Eintritt 10 €
Ort: Programmkino Scala, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
Königsberg, das einstige Zentrum Ostpreußens, erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg den russischen Namen Kaliningrad und wurde Teil der Sowjetunion. Heute ist die Stadt eine russische Exklave mit Grenzen zu Polen und Litauen. Nach 1945 mussten hier verbliebene Ostpreußinnen und Ostpreußen mit neu angesiedelten Menschen aus anderen Regionen der UdSSR Tür an Tür leben – verbunden durch ihre Verlusterfahrungen, entzweit durch gegenseitigen Argwohn. Die Dokumentation von Ariel Litvin zeichnet anhand von Interviews, Archivmaterial und nachgestellten Szenen das komplexe Geflecht dieser Begegnungen nach. Der Regisseur, der 1976 als Andrey Proskuryakov in Russland geboren wurde, lebt heute unter seinem neuen Namen in Israel und arbeitet dort als Journalist, Dokumentarfilmer und Fernsehregisseur.
Vor dem Film führt der Journalist und Publizist Bert Hoppe in den historischen Kontext sowie in die aktuelle Situation in Kaliningrad ein. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit ihm statt. Moderation: Dr. Vera Schneider, Deutsches Kulturforum östliches Europa
Eine Kooperation des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam mit dem Kulturreferat für Ostpreußen und das Baltikum am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, dem Nordost-Institut Lüneburg und dem SCALA Programmkino.
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