Die Deportationen nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland
Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.
Zwischen dem 27. November 1941 und dem 26. Oktober 1942 ließ das Reichssicherheitshauptamt etwa 25.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus deutschen Städ ten u. a. Hamburg, Hannover, Berlin sowie Wien und dem Ghetto Theresienstadt nach Riga deportieren. Nur etwa 1.080 Menschen dieser Transporte überlebten Riga und nachfolgende Orte nationalsozialistischer Massenverbrechen.
Diese Deportationen werden in der Wanderausstellung in einen größeren Kontext gestellt. Dabei nimmt die Stadt Riga als Ziel der Deportationen eine tragende Rolle ein.
Die Wanderausstellung bettet den Tat- und Erinnerungs ort Riga in die Geschichte der Deportationen, die deut sche Besatzungspolitik im Reichskommissariat Ostland und die Geschichte des Holocausts im deutsch besetzten Lettland ein. Sie schließt mit einem Blick auf die Nachkriegsgeschichte in Lettland und Deutschland und legt dort den Fokus auf das Weiterleben von Überlebenden, das Aufarbeiten der NS-Verbrechen und das Erinnern an die Opfer.
Die Ausstellung wurde 2022 von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen unter Leitung von Prof. Dr. Oliver von Wrochem mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt realisiert. Kuratiert wurde sie durch Natascha Höhn, Dr. Franziska Jahn und Dr. Clemens Maier-Wolthausen von der KZ-Gedenkstätte Neuen gamme. Es liegt ein gleichnamiger deutsch-lettischer Begleitkatalog vor.