Sonderausstellung
„Kurische Nehrung“ ( Nessel, 2006) © Anneliese Konrat-Stalschus

Textile Lebensräume - Anneliese Konrat-Stalschus

27.11.2020 – 21.2.2021

„Seit meiner Kindheit arbeite ich gern mit Textilien. Die unterschiedlichen Materialien und Farben regten stets meine Phantasie an. Auch als Lehrerin benutzte ich gern Textilien im Kunstunterricht. Mein Wunsch, mich als Textilgestalterin selbständig zu machen, ging erst verhältnismäßig spät in Erfüllung. Ich arbeitete in der Gobelintechnik und experimentierte mit freien Techniken. Immer wieder reizen mich andere Materialien. Meine künstlerischen Ideen beziehe ich hauptsächlich aus der Natur.“
Anneliese Konrat-Stalschus

Ein breites Spektrum an Techniken und Materialien umfasst das künstlerische Schaffen von Anneliese Konrat-Staschus. Geboren 1926 im ostpreußischen Goldap, wurde sie schon als Kind mit den klassischen textilen Techniken vertraut. Nach der Flucht stand sie zunächst allein im zerstörten Nachkriegsberlin und begann eine Lehrerausbildung. Sie unterrichtete Biologie und besonders Kunsterziehung.

Nach 30-jähriger Tätigkeit als Lehrerin und ihrem Studium der Bildwirkerei an der Berliner Hochschule der Künste war sie ab 1979 freischaffende Textilkünstlerin. Von Tapisserie bis zu selbst entwickelten Bearbeitungsverfahren für Stoffe reicht ihr Werk. Es zeigt einen großen Ideenreichtum und eine eindringliche Sprache der Themen. Anneliese Konrat-Stalschus nimmt in vielen Arbeiten Stellung zu politischen Geschehen und verarbeitet autobiografische Momente.

Seit über 40 Jahren sind die Arbeiten von Anneliese Konrat-Stalschus auf Einzel- und Gruppenausstellungen im In-und Ausland zusehen. Werke von ihr befinden sich in Privatbesitz und in Museen in Deutschland und der Schweiz sowie im kirchlichen Raum.

Die Ausstellung im Ostpreußischen Landesmuseum versucht einen Überblick über das Werk der Künstlerin zu geben, das in gut 40 Jahren entstand.

Die Vernissage findet coronabedingt digital am 27.11.2020 um 20 Uhr statt und kann unter www.ol-lg.de und dem Youtube-Kanal des Ostpreußischen Landesmuseums aufgerufen werden.