Lorenz Hemicker © F.A.Z.-Foto Lucas Bäuml

Autorenlesung mit Lorenz Hemicker

6.8.2026 – 18.00 bis 19.30 Uhr

„Mein Großvater, der Täter. Eine Spurensuche“ (2025)

Eintritt FREI!

Keine Anmeldung erforderlich.

Veranstaltungsort: Nordost-Institut│Lindenstraße 31│21335 Lüneburg

Das Nordost-Institut und das Ostpreußische Landesmuseum laden am Donnerstag, den 6. August 2026, 18 Uhr zu einer Lesung mit Lorenz Hemicker ein. Der renommierte Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellt sein Buch „Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche“ (2025) vor, in dem er sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit seines Großvaters auseinandersetzt.

1941 ermorden die SS und ihre Helfer über 27000 Juden im Wald von Rumbula, Lettland. Die Gruben, in denen die Menschen erschossen werden, konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker, der Großvater von Lorenz Hemicker. Verurteilt wurde er dafür nie. Als Lorenz Hemicker gemeinsam mit seinem Vater nach Lettland reisen will, um mehr über die Taten von Ernst Hemicker zu erfahren, stirbt der Vater unerwartet. Für Lorenz Hemicker wird diese Zäsur der Beginn einer jahrelangen Suche nach den Spuren seines Großvaters. Sie führt ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust in Riga und in die Tiefen deutscher Weltkriegsarchive.

Lorenz Hemicker wurde 1978 in Gummersbach geboren und ist im Sauerland aufgewachsen. In Aachen studierte er zunächst Architektur, dann Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Von 2008 bis 2014 war er Chef vom Dienst des sicherheitspolitischen Magazins Loyal. 2014 wechselte er zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung und schrieb seit 2017 in der Politikredaktion. Seit Juli 2023 ist er Chef vom Dienst von FAZ.NET.