Ostpreußisches Landesmuseum

Willkommen auf der Seite des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung

Im August 2018 wiedereröffnet, präsentiert Ihnen das Ostpreußische Landesmuseum mit neuer Deutschbaltischer Abteilung neben seinen wechselnden Sonderausstellungen eine vollkommen neugestaltete Dauerausstellung: Erforschen Sie Bernstein im hauseigenen Labor, spähen Sie vom Hochsitz in die weiten Wälder des ehemaligen Ostpreußens, verfolgen Sie den Weg vom Aufstieg Preußens bis zur Reichsgründung, erfahren Sie mehr über das Schicksal der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, entdecken Sie die Hansezeit, betrachten Sie bedeutende Kunst von Lovis Corinth und Käthe Kollwitz und lernen Sie die berühmten Trakehner-Pferde kennen. Ein Höhepunkt ist zudem die Deutschbaltische Abteilung, die erstmals die Geschichte der Deutschbalten museal aufbereitet. Freuen Sie sich auf eine lebendige und abwechslungsreiche Ausstellung!

Im Museumsshop wartet schöner Bernsteinschmuck und interessante Fachliteratur auf Sie. Das MuseumsCafé Bernstein lädt mit leckeren Köstlichkeiten zum Verweilen ein.

Aktuell befindet sich unser Internetauftritt noch im Aufbau, dennoch finden Sie hier die wichtigsten Informationen sowie Veranstaltungen.


Institutionelle Förderer

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landes Niedersachsen.

Die Erweiterung und Modernisierung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg und die Integration einer Deutschbaltischen Abteilung wurden gefördert von:

Veranstaltungen:

Sonderausstellung GROSS-ART [IGE] KUNST


26. August bis 28. Oktober 2018

Groß und großartig! In der Sammlung des Ostpreußischen Landesmuseums gibt es einige großformatige Objekte, die darauf warten, einmal ausgestellt zu werden. Jetzt ist ihre Zeit gekommen. Entdecken Sie Großformatiges aus unserer Sammlung und lassen Sie sich von Größe und auch Schönheit beeindrucken!

Die Schwarze Kunst in Königsberg – Druckgrafik an der Königsberger Kunstakademie im 20. Jahrhundert


Dienstag, 2. Oktober 2018,
14:30 Uhr bis 16:30 Uhr,
Eintritt: 10 € / ermäßigt 7 € (inkl. Kaffee und Gebäck)

Präsentation im Rahmen der Veranstaltungsreihe Museum erleben

Die künstlerische Druckgrafik wurde an der Königsberger Kunstakademie ab 1901 mit dem Künstler Heinrich Wolff (1875-1940) etabliert. Seine langjährige Tätigkeit bis 1935 begründete eine ganze Grafikschule. Sein Nachfolger Wilhelm Heise (1892-1965) brachte neue Wege der Grafiktechniken mit. Schließlich wurde mit dem Dozenten für Freie Grafik Norbert Dolezich (1906-1996) noch ein dritter Weg der Künstlergrafik in der neuerlichen Auseinandersetzung mit der großen europäischen Tradition gegangen.

Die Veranstaltung führt durch die graphische Abteilung der neuen Dauerausstellung und ermöglicht anhand einiger weiterer Originalblätter weitergehende Einblicke.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammen und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung unter +49 (0)4131 759 950 oder Enable JavaScript to view protected content. ist aufgrund der begrenzten Platzzahl zwingend erforderlich.

Öffentliche Sonntagsführung durch die neue Deutschbaltische Abteilung


Sonntag, 07. Oktober 2018, 14:00 Uhr,
Dieses Mal zum regulären Museumseintritt!


Führung mit Dr. Bernhardt Schalhorn, Historiker und langjähriger Leiter der Ostakademie in Lüneburg
 

Ab Oktober bietet das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung jeden ersten Sonntag im Monat, um 14 Uhr, eine öffentliche Führung zu unterschiedlichen Themen an.
Zum Auftakttermin, am 7. Oktober 2108, ist die Führung durch die Deutschbaltische Abteilung im normalen Museumseintritt enthalten.
Ab November kosten die öffentlichen Sonntagsführungen 1,50 Euro plus Museumseintritt.

Den Anfang macht Dr. Bernhardt Schalhorn, Historiker und langjähriger Leiter der Ostakademie in Lüneburg. Er wird eines der Highlights der neuen Dauerausstellung näher betrachten: die Deutschbaltische Abteilung. Passend zum Carl-Schirren-Tag, der vom 28.09.2018 bis zum 30.09.2018 in Lüneburg stattfand, wird die Geschichte und Kultur der Deutschbalten näher betrachtet.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Von Bienen und Menschen


Mittwoch, 17. Oktober 2018, 18:30 Uhr,
Eintritt: 8 € / ermäßigt 6 €

Lesung und Gespräch mit Ulla Lachauer
Moderation: Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums

Bienen sind besondere Wesen. Wie es diesen kleinen, fleißigen Wesen ergeht, wie wir Menschen mit ihnen umgehen - das ist ein Seismograph für den Zustand unserer Welt.

Das Thema Bienen ist heute in aller Munde. Wer aber sind die Imker? Ulla Lachauer, für ihre Reportagen vor allem über Osteuropa viel gerühmt und preisgekrönt, hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Regionen Europas bereist und mit Imkern gesprochen. Der Bogen ihrer Erkundungen ist weit gespannt: von der Ostseeinsel Gotland über die Lüneburger Heide bis nach Stuttgart und in den Schwarzwald, von den französischen Pyrenäen bis in die russische Exklave Kaliningrad. Ihr Buch enthält vierzehn Porträts passionierter Imker, unter anderem das eines jungen Syrers, der vor dem Krieg in seinem Heimatland mit seinem Vater fünfhundert Bienenvölker hielt und mittlerweile in Deutschland einen Neuanfang wagt. Eine spannende, vielschichtige Erkundungsreise, geprägt von der für Ulla Lachauer typischen Empathie für die Menschen, denen sie begegnet.

Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dokumentarfilmerin. Von ihr sind erschienen: "Die Brücke von Tilsit" (1994), "Paradiesstraße (1996), "Ostpreußische Lebensläufe" (1998), "Ritas Leute" (2002), "Der Akazienkavalier" (2008) und "Die blinde Gärtnerin" (2011), alle bei Rowohlt. Seit drei Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Lüneburg.

Eine Veranstaltung des Kulturreferats am Ostpreußischen Landesmuseum, des Literaturbüros Lüneburg und der Buchhandlung am Markt „Lünebuch“ in Lüneburg.

Von Ostpreußen nach Minsk – die Deportation der Juden. Ereignisse und Erinnerung


Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:30 Uhr,
Eintritt frei

Vortrag von Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

 

Am 24. Juni 1942 erfolgt die erste Deportation von mehreren Hundert ostpreußischen Juden. Zwei Tage später kommt der Transport im weißrussischen Minsk an, fast alle Insassen bringt die SS zu Erschießungsgruben der Vernichtungsstätte Malyj Trostenez im Wald von Blagowschtschina. In der Erinnerung an die frühere deutsche Provinz spielen die nationalsozialistischen Verbrechen noch immer kaum eine Rolle. Erst 2011 und 2015 werden auf Initiative der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Königsberg und Minsk Gedenkzeichen errichtet. Der Vortrag beleuchtet jüdisches Leben und seine Auslöschung in Ostpreußen, die Vernichtungsstätte Malyj Trostenez und Formen der Erinnerung an die ostpreußischen Opfer des Holocaust.

Uwe Neumärker, Historiker und Publizist, war von 2000 bis 2001 als Kulturmanager für das Institut für Auslandsbeziehungen in Litauen tätig. 2002 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. 2003 übernahm er die Koordination für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 2005 wurde er Geschäftsführer und 2009 Direktor. Neumärker ist Herausgeber zahlreicher Zeitzeugenberichte.

„Tradition trifft Modernes“ – Museumsmarkt im Ostpreußischen Landesmuseum


Samstag und Sonntag,
3. und 4. November 2018, 10:00 bis 18:00 Uhr,
Eintritt: 2,50 € (inkl. Museumsbesuch)

Eröffnung am Freitag, 2. November 2018 um 18:00 Uhr mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge und musikalischer Begleitung von Jazz-Duo
Meinberg/Oberbeck, Eintritt frei!

Besuchen Sie den beliebten Kunsthandwerkermarkt in der neu eröffneten Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung.
Erleben Sie anspruchsvolles Kunsthandwerk von Ausstellern aus ganz Deutschland und dem östlichen Europa. Praktische Vorführungen und eine vielseitige Mischung bieten Interessantes für jeden Geschmack und alle Generationen.
Beim Kinderprogramm macht das Anmalen von lustigen Elchanhängern richtig Spaß. Mit etwas Glück können zudem schöne Preise, welche die Aussteller zur Verfügung stellen, bei der Elch-Tombola gewonnen werden.
Auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums sind engagiert und verkaufen Kuriositäten in der Wunderkammer. Der Erlös kommt dem Museums-Kinderclub zugute, der ab nächstem Frühjahr wieder starten kann.

Etwas für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es im MuseumsCafé Bernstein.

„Ostpreußen im Ersten Weltkrieg in der Literatur“ – Themenabend mit Arno Surminski, Klaus Weigelt und Prof. Dr. Miroslaw Ossowski, Gdansk/Danzig


Mittwoch, 15. November 2018, 18:00 Uhr,
Eintritt: 7 €

Die allgemeine Begeisterung zu Beginn des Ersten Weltkrieges erfasste nicht nur große Teile des deutschen Volkes, sondern auch seine geistige Elite und zahlreiche Schriftsteller. Bekannte Persönlichkeiten wie Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann, Ernst Jünger, Karl Zuckmayer und Hugo von Hofmannsthal stimmten in die Kriegsbegeisterung ein. Thomas Mann schrieb einige Wochen nach dem Kriegsausbruch: „Deutschlands ganze Tugend und Schönheit entfaltet sich erst im Kriege. Es wird freier und besser daraus hervorgehen, als es war.“

In Ostpreußen versiegte die Begeisterung schnell. Russische Truppen fielen schon im August 1914 ins Land ein, zerstörten und verwüsteten Städte und Dörfer. Bis zu 800 000 Menschen gingen auf die Flucht. Krieg, Besatzung, Deportationen, Zerstörung und Gewalt wurden zur kollektiven Erfahrung der ganzen Provinz. Das Kriegsgeschehen wurde auch in der Literatur zu einem wichtigen Thema, das Schriftsteller wie Wolfgang Koeppen, Ernst Wiechert, Alexander Solschenizyn, Arno Surminski und Siegfried Lenz beschäftigte.

Ernst Wiechert (1887-1950), selbst Frontsoldat in Frankreich, hat sich in seinem dichterischen Werk intensiv mit seinen traumatischen Kriegserlebnissen auseinandergesetzt. Im ersten Teil seines Romans „Die Jeromin-Kinder“ schildert er mit dem für ihn charakteristischen Unterton die prekäre Situation des an der Grenze gelegenen Dorfes Sowirog, dem Hauptort seines Romans: „Über die Dörfer an der Grenze geht die erste Welle und oft auch die letzte. Sie nimmt Männer und Knaben, Häuser und Vieh, die Ernte und die Saat. […] Die Leute von Sowirog haben den Krieg nicht gemacht, und sie fühlen das Ganze nicht als Strafe. Sie fühlen es als Gottes schwere Hand, aber sie wissen nicht, weshalb die Hand sich gerade auf die ärmsten Leben legt. Gott hätte wohl Raum genug in der Welt, um seine Hand hinzulegen.“

Mit unserer Veranstaltung beleuchten wir in zwei Vorträgen, wie sich Schriftsteller
mit dem Ersten Weltkrieg in Ostpreußen literarisch auseinandergesetzt haben.
Anschließend wird Arno Surminski einige Ausschnitte aus seinen Romanen und Erzählungen lesen, welche die Kriegsgeschehnisse im Ostpreußen 1914-1918 zum Thema haben.

Programm:

Ostpreußen im Ersten Weltkrieg in der Literatur:
Einführung von Prof. Dr. Miroslaw Ossowski, Gdansk/Danzig

Der Erste Weltkrieg im Werk von Ernst Wiechert:
Vortrag von Klaus Weigelt

Der Krieg begann zur Unzeit:
Lesung mit Arno Surminski

 

 

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