Kabinettausstellung
Käthe Kollwitz, Im Kinderhospital, 1926

Käthe Kollwitz - Die Welt in Schwarz und Weiß

22.2.2020 – 21.6.2020

Sie war die erste Frau, die zur Professorin der Preußischen Akademie der Künste ernannt wurde und gilt vielen noch heute als die wichtigste Künstlerin aus Deutschland: Käthe Kollwitz (1867-1945) erlangte als Grafikerin Weltruhm. Aus Anlass ihres 75. Todestages zeigt das Ostpreußische Landesmuseum eine Auswahl aus ihrem druckgrafischen Werk.

Käthe Kollwitz wurde in Ostpreußens Hauptstadt Königsberg geboren und begann dort auch ihr Malereistudium, welches sie in Berlin und München fortsetzte. Es war jedoch nicht die Malerei, mit der sie große Bekanntheit erlangen sollte, sondern ihre Begabung in grafischen Arbeiten. Die Bilder von fein schraffierten, fast verletzlich gezeichneten Menschen, die einander umschlingen, für ihre Rechte protestieren oder sich helfend die Hand reichen, sind weltberühmt. Kollwitz verlieh den Armen ein Gesicht und rückte sie in den Mittelpunkt ihrer Kunst – ein Schaffen, das für damalige Kunstsujets ungewöhnlich war.

Sie heiratete 1891 den Arzt Karl Kollwitz und zog mit ihm nach Berlin. Die Söhne Hans und Peter, der als Soldat im ersten Weltkrieg starb und für den Kollwitz das Denkmal „Trauerndes Elternpaar“ schuf, wurden 1892 und 1896 geboren. 1898 bis 1903 war Käthe Kollwitz als Lehrerin beim Verein Berliner Künstlerinnen tätig. 1909 begann sie mit plastischen Arbeiten, wurde 1919 zur Professorin der Preußischen Akademie der Künste ernannt und bekam ein eigenes Atelier.
1933 zwangen die Nationalsozialisten sie, ihre Mitgliedschaft in der Akademie aufzugeben und im Jahr 1936 erhielt sie ein faktisches Ausstellungsverbot. 1943 verließ sie Berlin wegen der Bombenangriffe. Sie starb am 22.4.1945.

Die Aussagen von Kollwitz sozialkritischen Bildern mahnen zu Solidarität und Frieden. Ihr Werk und dessen Bildsprache sind zeitlos, ihr Schaffen hat damals wie heute nicht an Aktualität einbüßt. So fügt es sich, dass eine Auswahl ihres druckgrafischen Werks mit seiner Mahnung zum Frieden im Jahr 2020 ausgestellt wird, in dem sich auch das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal jährt.

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