Portrait von Jean Baptist Belley, Anne-Louis Girodet de Roussy-Trioson, 1797 © Sammlung Palast Versailles; Heinrich Wolff, Immanuel Kant Frontalansicht (Zeichnung/Grafik, 1923) © OL

„Kant 300. Ein Leben in Königsberg“:

Kant und Kolonialismus. Wie umgehen mit problematischen Aspekten in einer Ausstellung?

29.5.2024 – 18.30 Uhr

Diskussion mit Prof. Dr. Andrea Essner und Dr. Hannah Peaceman
Eintritt: 5,00 €

Aufklärer wie Immanuel Kant haben die moderne Welt maßgeblich mit ihren Ideen von Wissenschaft, Demokratie und Menschenrechten geprägt. Gleichzeitig finden sich bei Kant und anderen Aufklärern Ideen und Texte, die nach heutigen Maßstäben problematisch sind. Welche Bedeutung hat das für uns heute? Diese Frage diskutiert der Kurator der Lüneburger Kantausstellung, Dr. Tim Kunze, gemeinsam mit Prof. Dr. Andrea Esser und Dr. Hannah Peaceman vom Forschungsprojekt vom Jenaer DFG-Projekt „Wie umgehen mit Rassismus, Sexismus und Antisemitismus in Werken der Klassischen Deutschen Philosophie?“.
Die Expertinnen konnten ihre philosophisch-kritischen Bemerkungen bereits in der Kant-Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn im Winter 2023/24 einbringen. Die Diskussion geht den Fragen nach: In welchen Ideen der Aufklärung leben das koloniale Erbe und andere problematische Elemente bis heute fort? Wie kann und sollte eine Museums-Ausstellung damit umgehen?

Prof. Dr. Andrea Esser ist Professorin für Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und eine ausgewiesene Kant-Expertin mit einem Schwerpunkt auf Kants Ethik und Ästhetik. Sie ist Leiterin des DFG-Projekts „Wie umgehen mit…“.

Dr. Hannah Peaceman promovierte Philosophin mit dem Schwerpunkt auf politischer Philosophie und arbeitet derzeit an ihrem Post-doc-Projekt zur Public Philosophy. Sie ist Geschäftsführerin des DFG-Projekts „Wie umgehen mit…“.

Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder Email: ist erforderlich.