Das OL zu Gast in ...
Eduard Bischoff: Flüchtlingstreck,1945

Wir kamen, sahen, schwiegen. Kunst zwischen Flucht, Heimat und Einsamkeit. 1945, 1958, 2015

Die Ausstellung erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Ostpreußischen Landesmuseums Lüneburg und 17_3_17 Verein der Förderer des Austauschs deutscher und syrischer Kultur e.V.

Erschaffen Menschen, die Flucht erfahren haben, ähnliche Bilder? Egal in welcher Generation oder mit welchem kulturellen Hintergrund? Das ist die Frage, die dieser besonderen Ausstellung zu Grunde liegt. Kulturschöpfer zeigt Werke von KünstlerInnen, die Flucht am eigenen Leib erfahren haben und ihre Erlebnisse, zum Teil erst Jahrzehnte später, in Bildern festgehalten haben.

Wir freuen uns sehr, KünstlerInnen wie Mohammad Al Helal oder Basheer Boti zu zeigen, die ihre syrische Heimat verlassen mussten, sowie Ludwig Sasse, der 1958 aus der DDR nach Westdeutschland flüchtete und KünstlerInnen wie Gertrud Lerbs, Gerhard Bondzin oder Eduard Bischoff, die 1945 aus Ostpreußen und Pommern nach Westen flüchteten.

Unterstützen Sie dieses Projekt —> www.betterplace.org/p68513

Wiederkehrende Motive:

Als die Initiatorin dieser Ausstellung, Therese Berg, mit diesem Projekt begann, war sie zunächst skeptisch. Würde sich ihre Vermutung, dass Künstler, die Flucht erfahren haben, tatsächlich ähnliche Motive in ihren Werken verarbeiten, bewahrheiten? Doch schon nach relativ kurzer Recherche, war sie überrascht und beeindruckt, dass sich gewisse Motive tatsächlich wiederholten, zum Teil bis in die Details. Es sind Motive wie: einsam auf weiter Flur, Menschenmengen, die teilnahmslos nebeneinander stehen, oder Menschen, die Sterbende im Arm halten. Aber auch eine Körperhaltung, die Verzweiflung und Erschöpfung ausdrückt, kehrt immer wieder.

Es sind Motive von tiefer Menschlichkeit, die Jedem widerfahren, der sich in großer Angst und Ungewissheit befindet. Der kulturelle Hintergrund oder die Zeit in der das Ereignis geschehen ist, spielen dabei so gut wie keine Rolle mehr.

Die Zeitlosigkeit von Leid und das Verschwinden von kultureller Prägung im Angesicht von Angst wird in dieser Ausstellung deutlich. Und macht die Ausstellung so zu einem besonderen Ereignis, was es in dieser Form in der kulturellen Landschaft Berlins selten gibt.

Zu Gast in:

Green Hill Gallery, Berlin
8.3.2019 – 25.5.2019

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