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Selbstbildnis mit Hand an der Stirn (Käthe Kollwitz, 1910, Radierung) © Ostpreußisches Landesmuseum

Große Kunst im kleinen Format: Käthe Kollwitz als Grafikerin

Zu Gast in:

Kunststätte Bossard
5.2.2021 – 16.5.2021
Die Königsbergerin Käthe Kollwitz (1867–1945) erlangte als Grafikerin Weltruhm. Dank der großzügigen Unterstützung durch das Ostpreußische Landesmuseum (Lüneburg) zeigt die Kunststätte Bossard eine Auswahl aus ihrem druckgrafischen Werk.

Käthe Kollwitz absolvierte ihr Malereistudium in Königsberg, Berlin und München. Doch sie entdeckte, dass ihre Begabung in der Grafik lag. Sie heiratete 1891 den Arzt Karl Kollwitz und zog mit ihm nach Berlin. Dort entfaltete sie ihre künstlerische Tätigkeit in der Privatwohnung. Die Söhne Hans und Peter wurden 1892 und 1896 geboren. 1898 bis 1903 war Käthe Kollwitz als Lehrerin beim Verein Berliner Künstlerinnen tätig. 1909 begann sie mit plastischen Arbeiten. 1919 wurde sie zur Professorin der Preußischen Akademie der Künste ernannt und bekam ein eigenes Atelier.

1933 zwangen die Nationalsozialisten sie, ihre Mitgliedshaft in der Akademie aufzugeben. 1936 erhielt sie ein faktisches Ausstellungsverbot. 1943 verließ sie Berlin wegen der Bombenangriffe und starb am 22.04.1945.

Käthe Kollwitz wurde bald nach ihrem Tod wegen ihres künstlerischen Werks und seiner sozialkritischen Aussagen sehr berühmt und hoch verehrt. Bis heute gilt sie als eine der wichtigsten deutschen Künstlerinnen.